Literatur

 

Es ist oft von Vorteil für das Gelingen einer Kur, wenn ein Patient über die wesentlichen Prinzipien der klassischen Homöopathie informiert ist. Daher an dieser Stelle einige Literaturempfehlungen:

 

       Vithoulkas, Georgos: Medizin der Zukunft

                   Payrhuber, Dietmar: Dimensionen der homöopathischen Medizin

                   Wright-Hubbard, Elisabeth: Kurzlehrgang Homöopathie

                   Risch, Gerhard: Homöopathik      

                   Fritsche, Herbert: Samuel Hahnemann – Idee und Wirklichkeit der Homöopathie

 

 

Anschließend noch einige Informationen zu einem Fernlehrgang „Einführung in die klassische Homöopathie für Laien“ den ich (F. Rambausek) verfasst habe und der beim Humboldt-Fernlehrinstitut zu beziehen ist (www.humboldt.at).

 

 

Einführung in die klassische Homöopathie für Laien

 

Der Begriff „Homöopathie“ ist in aller Munde, kaum jemand, der nicht schon einmal homöopathische Arzneien eingenommen hätte. Viele Apotheken bieten schon zusätzlich homöopathische Mittel an und eine beträchtliche Anzahl einschlägiger Werke und Ratgeber erscheint zu diesem Thema Jahr für Jahr auf dem Markt.

Dennoch – und das ist ein Eindruck, den der Autor aus seiner Praxis gewonnen hat – weiß kaum jemand über die enormen therapeutischen Möglichkeiten der klassischen Homöopathie Bescheid, manchmal sehr zum eigenen gesundheitlichen Nachteil. Denn so manches, das mit einem „Damit müssen Sie leben“ abgetan wird, ist für die Homöopathie nicht nur behandelbar, sondern oft genug auch heilbar, und das nicht nur bei akuten, sondern auch bei chronischen Erkrankungen. Die richtig gewählte homöopathische Arznei heilt sanft, sicher und schnell, und ist vor allem frei von schädlichen Nebenwirkungen, wie sie chemischen Medikamenten eigen ist.

Hier muß aber eine wesentliche Einschränkung erfolgen: Nicht alles, was sich als Homöopathie ausgibt, verdient auch diese Bezeichnung. Die Regeln der klassischen Homöopathie wurden von SAMUEL HAHNEMANN (1755-1843) in einer in der Medizingeschichte beispiellosen Forschertätigkeit entwickelt und festgelegt. Um regelmäßig gute Erfolge zu erzielen - sei es in der Selbstbehandlung oder auch in der ärztlichen Praxis - ist es unumgänglich notwendig, die Gesetzmäßigkeiten dieser ursprünglichen Homöopathie zu beherrschen und auch zu beherzigen. Diese Gesetzmäßigkeiten dem interessierten Laien zu vermitteln, ist eine der Intentionen dieses Kurses. Handelt es sich dabei doch um Prinzipien, die es Hahnemann, dem damals berühmtesten und besten Arzt Deutschlands ermöglichten, auch schwere und lebensbedrohliche Erkrankungen wie etwa Cholera und Typhus erfolgreich zu behandeln.

Zur Erreichung dieses Zieles ist das Erlernen der Repertorisation sowie die Vertrautheit mit einem Repertorium eine unabdingbare Voraussetzung. Sie werden anhand von Krankengeschichten lernen, welche Kriterien zu beachten sind, um mit einer möglichst großen Sicherheit die heilende Arznei zu erkennen, denn ein wesentliches Kennzeichen der genuinen Homöopathie ist die Verabreichung von jeweils nur einem einzigen Mittel.

Und die Suche nach der passenden Arznei ist oft eine sehr spannende und faszinierende Angelegenheit.

Einen besonderen Schwerpunkt dieses Kurses stellt die Selbstbehandlung von einfach gelagerten akuten Erkrankungen dar, wie etwa Schnupfen, grippale Infekte, Ohrenschmerzen, wobei das Repertorium eine größere Treffsicherheit bei der Mittelwahl ermöglichen soll. Anhand von einfachen, teilweise auch der Praxis entnommenen  Krankengeschichten sollen Sie selbst die richtige Arznei auffinden.  Auch die Behandlung von Verletzungen soll nicht zu kurz kommen, gerade hier kann man auf einfache Weise mit homöopathischen Arzneien viel erreichen.

 

Das Herzstück der klassischen Homöopathie jedoch ist die konstitutionelle Behandlung, die Heilung des kranken Menschen tief von innen heraus. Korrekte und konsequente homöopathische  Behandlung treibt den Krankheitsprozeß an die Oberfläche, hin zu Haut und Schleimhäuten, weg von den innen liegenden lebenswichtigen Organen. Was aber bedeutet, dass das Risiko, an einer schweren chronischen Krankheit zu erkranken im Laufe einer sorgfältigen homöopathischen Kur immer mehr schwindet.

Dario SPINEDI, ein bedeutender zeitgenössischer Homöopath fand beispielsweise unter 2000 Patienten, die er seit vielen Jahren behandelt, nicht einmal ein Dutzend, die unter der homöopathischen Therapie an Krebs erkrankten im Gegensatz zur „normalbehandelten“ Bevölkerung, wo die Krebserkrankungsrate bei ca. 30 Prozent liegt.

Außerdem kann die Homöopathie gerade zur Entwicklung des Individuums wertvolle Hilfestellung leisten, indem sie die den körperlichen Krankheitsprozessen zugrundeliegenden psychischen Konflikte an die Oberfläche, ins Bewusstsein hebt, was sich oft in den Träumen zeigt. Damit wird der Mensch fähig, das zu leben, was von selber aus ihm herauswill und muß, gemäß dem Gesetz, wonach er angetreten. Die Ängste werden weniger, und der Mensch kann mehr im Hier und Jetzt  existieren, er wird fähiger, der zu sein, der er eigentlich ist.

Hermann HESSE schrieb in DEMIAN:

Ich wollte doch nur das zu leben versuchen, was von selber aus mir herauswollte.

Warum war das nur so sehr schwer?

Die klassische Homöopathie kann hier den Weg ebnen und es leichter machen. Leben muß man freilich selber.

 

Wenn Sie sich dafür entscheiden, mehr in die Welt der Homöopathie einzutauchen, so lernen Sie eine Heilmethode kennen, der sich so unterschiedliche Persönlichkeiten wie MAHATMA GANDHI, Feldmarschall Fürst SCHWARZENBERG, Feldmarschall Graf RADETZKY (er wurde durch den homöopathischen Militärarzt Dr. HARTUNG von einem bösartigen und sehr weit fortgeschrittenen Augentumor geheilt, nachdem er von den medizinischen Kapazitäten seiner Zeit aufgegeben worden war),  MUTTER THERESA  und Königin ELISABETH II von ENGLAND anvertraut haben. Unter den Leibärzten des englischen Königshauses befindet sich seit jeher auch ein homöopathischer Arzt, eine Tatsache, die leider wenig bekannt ist.

Nicht vergessen werden soll hier ein anderer berühmter Patient, einer der größten Dichter der Menschheit, der ebenfalls in homöopathischer Behandlung war, und der über Hahnemann und die Homöopathie schrieb:

 

„...ich glaube jetzt eifriger denn je an die Lehre des wundersamen Arztes, seit dem ich die Wirkung einer allerkleinsten Gabe so lebhaft gefühlt und immer wieder empfinde,“ so der über siebzigjährige GOETHE in einem  Brief am 2. September 1820.

 

Damit schließt sich der Kreis zu Hahnemann selbst, denn dessen Leitspruch „Aude sapere“ -wage es, weise zu sein - stand wohl auch in Goethes Stammbuch.