BITTE DURCHLESEN ! MERKBLATT KLASSISCHE HOMÖOPATHIE !
Bei der klassischen Homöopathie handelt es sich um eine heilende Therapieform. Wichtig ist hier ein gegenseitiges ehrliches und ausdauerndes Bemühen von Arzt und Patient, denn Heilung ist ein sehr hohes Ziel, hier gelten eigene Gesetze. Mit einer Tablette für diese Beschwerden, ein paar Globuli für andere Beschwerden, dann wieder zwischendurch einige Tropfen ist es nicht getan.
Ganz wichtig ist GEDULD, eine Eigenschaft, die dem heutigen Menschen nahezu völlig abhanden gekommen ist. Heilung kümmert sich nicht um marktwirtschaftliche Gesetze oder Statistiken, jeder braucht zum Gesundwerden seine ganz individuelle Zeitspanne.
Der Arzt muss den Patienten umfassend kennenlernen, um die heilende Arznei zu finden, denn sehr oft benötigt ein Kranker sein Mittel über Jahre hinweg, jedoch in ständig wechselnder Dosierung, da sich sonst die Wirkung schon nach einigen Wochen oder Monaten erschöpfen würde. Also: Ein kranker Mensch – ein Mittel.
Die Arznei ist auf den jeweiligen
Menschen und auf die jeweiligen Beschwerden massgeschneidert, sie ist der
Schlüssel, der genau ins Schloss passt. Das Mittel passt genau auf seine
Konstitution (Konstitutionstherapie).
Nicht immer ist es möglich, auf Anhieb das richtige Mittel zu finden. MAHATMA GANDHI sagte zwar einmal: „Homoeopathy never fails“ (die Homöopathie geht niemals fehl), was auch seine Richtigkeit hat, jedoch geht oft genug der Mensch, der Arzt fehl, indem er vielleicht den Patienten falsch einschätzt oder dieser nur ungenaue Angaben über seine Beschwerden machen kann. Ein weiterer Grund ist, dass sehr viele in der Natur vorkommende Pflanzen, Mineralien etc. noch viel zu wenig in ihrer Wirkung auf den Menschen erforscht sind. Derzeit umfasst der homöopathische Arzneischatz ca. 2000 Mittel, hier kann es manchmal schwierig sein, die eine heilende Arznei (Konstitutionsmittel) für den jeweiligen Patienten zu finden.
Die Chance, auf Anhieb sein Mittel zu erhalten, liegt bei ca. 50-60 %, ein Prozentsatz, der natürlich mit jeder Konsultation steigt, da der Arzt den Kranken immer besser kennenlernt und auch die Möglichkeit hat, Fehleinschätzungen zu korrigieren und auch länger über die in Frage kommenden Arzneien sowie über den Patienten nachzudenken. (Ein sehr wichtiger Faktor in der klassischen Homöopathie). Eine immens wichtige Rolle spielt hier auch die fachliche Qualifikation des homöopathischen Arztes.
Schwierig kann es also sein, wenn jemand ein seltenes, wenig oder nicht geprüftes Mittel benötigt oder auch, wenn sehr komplizierte Krankheitszustände vorliegen!
Homöopathie ist nahezu eine Alles oder Nichts - Methode, nur ein oder ganz wenige Mittel bringen den vollen Erfolg.
Ergeben sich also Schwierigkeiten bei der Behandlung, so bedeutet das für den homöopathischen Arzt oft viel Nachschlagen in der Fachliteratur, Nachdenken, Nachtarbeit, was aber nicht gesondert verrechnet wird und wovon der Patient auch nichts merkt.
Was die Behandlungsdauer betrifft, so erwarten Sie sich bitte nicht, dass mit einem einmaligen Besuch beim Homöopathen die Gesundheit wieder völlig hergestellt ist. Das ist vor allem bei langjährigen chronischen Erkrankungen ein Ding der Unmöglichkeit.
Bitte seien Sie realistisch und auch fair der Homöopathie gegenüber!
Viele Patienten haben oft einen sehr langen Leidensweg hinter sich, mussten sich Operationen unterziehen, wurden oftmals durchuntersucht (Prof. Dorcsi: Unterdiagnostiziert ist in Österreich niemand!), müssen viele Medikamente nehmen; oder es bestehen Krankheitszustände und Beschwerden viele Jahre lang und sind dann endlich an einem Punkt angekommen, wo es gesundheitlich nicht mehr weitergeht und wo dann der Homöopath konsultiert wird. Hier handelt es sich leider um tief eingewurzelte Krankheitszustände, für deren Heilung schon einige Zeit notwendig sein wird.
Und, bitte vergessen Sie nicht: Bis jetzt ging es eher bergab, und ab jetzt soll es bergauf gehen, und das kann mitunter, am Beginn, anstrengend sein (Erstreaktionen, was heisst, dass eine heilende Therapie zu Beginn vorübergehend verschlimmern kann!)
Das bedeutet aber nicht, dass Sie jetzt, um gesund zu werden, andauernd beim Homöopathen sitzen müssen.
Üblicherweise erfolgt nach ca. 5 Wochen Arzneieinnahme (Kügelchen – lutschen wie ein Zuckerl - oder auch Tropfen – auf die Zunge geben, ¼ Stunde vor und nach Einnahme nichts Essen und Trinken) ein Kontrolltermin. Dann kann –zumeist – eindeutig gesagt werden, ob die richtige Arznei gefunden wurde. Passt das Mittel, wird meistens die Dosierung etwas geändert, da sich bei immer gleicher Dosierung die Reaktion des Organismus erschöpft und die Arznei nach einiger Zeit nichts mehr hilft.
Oft werden auch Hochpotenzen verabreicht, es handelt sich dabei um Einzelgaben (2 x 5 Globuli im Abstand von einer Stunde). Nach einer derartigen Gabe sollte auch ca. 5 Wochen zugewartet werden, da die Nachwirkung dieser hochpotenzierten Arzneien eine sehr lange ist und es ein Fehler wäre, zu früh das Mittel zu wiederholen.
Diätetische Massnahmen gibt es auch in der Homöopathie: Koffeinhaltige Getränke jeder Art (Kaffee, schwarzer und grüner Tee, Energy Drinks, Cola) sollten vermieden werden ebenso wie Pfefferminz- und Kamillentee, da sie die Wirkung von homöopathischen Arzneien aufheben. Darüber hinaus auch alle Drogen- und Suchtgifte. Alkohol und Nikotin können in bescheidenen Mengen genossen werden.
Schulmedizinische Medikamente sollen und müssen weitergenommen werden, sie dürfen nur nach ärztlicher Rücksprache abgesetzt werden.
Homöopathische Arzneien sollten nicht neben Elektrogeräten oder Chemikalien aufbewahrt werden. Vor übertriebener Hitze und Kälte sowie vor Sonnenlicht sind sie ebenfalls zu schützen. Die Arzneien nicht am Leib tragen (Hosentasche etc.), Tropfen nicht andauernd herumtransportieren.
Das Fläschchen mit den Tropfen aber jedes Mal vor der Einnahme ca.10 mal kräftig schütteln.
Für evtl. telefonische Rücksprachen stehe ich gerne unter 0676/9368590 Montag bis Freitag von 18-19 Uhr kostenlos zur Verfügung. Bitte bedenken Sie aber, dass Behandlungen am Telefon nicht möglich und auch gesetzlich nicht zulässig sind.
Nun zum Honorar: Ich habe keinen Kassenvertrag und strebe in unserem sogenannten „Gesundheitssystem“, wo die Bezahlung um so mehr steigt, je kränker der Patient ist, auch keinen an. Wenn Ihnen mein Honorar zu hoch erscheint, dann denken Sie bitte an Ihre letzte Handwerkerrechnung ( z. B.: Installateur!) und Sie werden feststellen, dass der homöopathische Arzt (der immerhin eine Ausbildung zum praktischen Arzt und darüber hinaus eine aufwendige Zusatzausbildung in klassischer Homöopathie absolviert hat) nicht nennenswert teurer ist. Falls Sie in letzter Zeit rechtlichen Beistand benötigt haben, dann vergleichen Sie bitte die Rechtsanwaltkosten mit jenen des Homöopathen, und Sie werden feststellen, wie billig der Arzt ist!
Anwendungsgebiete der klassischen Homöopathie: Migräne und Kopfschmerzen, (kindliches) Asthma bronchiale, Allergien, Erkältungskrankheiten und Fieber, Menstruationsstörungen und Wechselbeschwerden, beständiges Unwohlsein und Kranksein, Phobien, Panikattacken, Bluthochdruck, Verdauungsprobleme (Blähungen, Verstopfung, Durchfall), Hauterkrankungen jedweder Art, neurologische Erkrankungen wie Epilepsie oder Multiple Sklerose, chronische Schmerzzustände jeder Art etc etc.
LITERATUR: Vithoulkas, Georgos – Medizin der Zukunft
Für besonders Wissbegierige gibt es von mir (F. Rambausek) auch einen Fernlehrgang „Einführung in die klassische Homöopathie für Laien“ beim Humboldt Fernlehrinstitut.
(Kurs 1018, Informationen unter www. Humboldt.at)